Cluster D · Spezialfälle
Verletztengeld bei Arbeitsunfall — was die BG zahlt
Wenn die Arbeitsunfähigkeit auf einen Arbeitsunfall oder eine anerkannte Berufskrankheit zurückgeht, springt die Berufsgenossenschaft ein — mit höheren Leistungen als die Krankenkasse.
Datenquelle: Sozialgesetzbuch V (insbesondere §§ 44–51 SGB V), Entgeltfortzahlungsgesetz (§ 3 EntgFG), Sozialgesetzbuch III (§ 145 SGB III, Nahtlosigkeit) sowie Einkommensteuergesetz (§ 32b EStG, Progressionsvorbehalt). Konstanten 2026: Höchstbetrag 135,63 €/Tag, BBG GKV 5.812,50 €/Monat. Reform Kinderkrankengeld bis 31.12.2026 verlängert. Stand: April 2026. Verbindlich ist der Bescheid deiner Krankenkasse.
Wir sind affiliate-frei.
Wir empfehlen keine Krankenkassen-Wechsel und keine Krankentagegeld-Versicherungen. Du bekommst hier ehrliche Information ohne Lead-Gen. Wenn du Beratung brauchst: Verbraucherzentrale, unabhängiger Versicherungsberater oder kostenlose Sozialberatung bei VdK / SoVD.
Verletztengeld vs. Krankengeld
- Höhe: 80 % des Bruttos (statt 70 % beim Krankengeld), gedeckelt auf 100 % Netto
- Dauer: Keine 78-Wochen-Grenze — Verletztengeld wird gezahlt, bis Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt oder eine EM-Rente / Verletztenrente bewilligt ist
- Zahler: Berufsgenossenschaft (BG), nicht die Krankenkasse
- Rechtsgrundlage: §§ 45–50 SGB VII
Wann gilt das?
Voraussetzung ist die Anerkennung als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit durch die zuständige BG. Anzeige des Arbeitsunfalls erfolgt durch den Arbeitgeber; bei Berufskrankheits-Verdacht meldet der behandelnde Arzt. Wichtig: Auch der Wegeunfall (Hin- oder Rückweg zur Arbeit) zählt als Arbeitsunfall.